Schülerinnen der staatlichen Realschule Kitzingen mit ihren Lehrerinnen Katrin Baumeister und Sabrina Rackl bewiesen soziales Engagement und kreatives Können. An mehreren Nachmittagen im sommerlichen Innenhof des Mehrgenerationenhaus St. Elisabeth und in der Schule fertigten sie insgesamt sechs Nesteldecken für Demenzkranke.
„Das Nähen macht Freude, weil es für einen guten Zweck ist“, berichtet die Schulsprecherin Maxime Haag. Besonders bereichernd war das Beisammensein mit den Seniorinnen, die den Mädchen interessiert zusahen und sich dabei erinnerten, wie sie früher selbst an der Maschine saßen, die noch mit den Füßen manuell betrieben wurde.
Die sechs gefertigten Exemplare gefallen der Zielgruppe gut. Sie sind aus bunten Stoffquadraten unterschiedlicher Materialien zusammengestellt. Auf jedem Quadrat befindet sich eine kleine Besonderheit. Das kann ein Reißverschluss sein, eine Tasche, Knöpfe, ein Schlüssel, bunte Perlen, die sich verschieben lassen oder ein eingenähtes Stück Raschelplastik.
Demenzkranke im fortgeschrittenen Stadium neigen oft zu motorischer Unruhe insbesondere der Hände, wenn dem Drang nach eigenständiger Bewegung wie Umherlaufen nicht mehr nachgegeben werden kann. Abhilfe und Erleichterung bringen hier Gegenstände, die mit den Händen bewegt, geknetet und gefaltet werden können. Über das Tastempfinden suchen sich diese Erkrankten Informationen und Anregung. Die Bewegung der Hände hilft, die feinmotorischen Fähigkeiten zu erhalten.
Stellvertretend für die an Demenz erkrankten Senioren im Haus St. Elisabeth haben Heimbeiratsvorsitzende Emma Steck und Heimbeiratsmitglied Luise Werner, die von Christiane Greubel und ihren engagierten Praktikantinnen der FOS-Kitzingen begleitet wurden, die Decken in der Kitzinger Realschule entgegengenommen.
Text: Petra Dlugosch, Fotos: S. Rackl/M. Zohner