Klassenfahrt der 9. Klassen nach Weimar und in das KZ Buchenwald
Am Ende des letzten Schuljahres, den 25. Juli ging es für uns, d. h. für alle 9. Klassen, eine Nacht nach in die Stadt Weimar. Nach einer dreistündigen Busfahrt kamen wir an unserem ersten Programmpunkt in die Gedenkstätte Buchenwald auf dem Ettersberg nahe Weimar an. Buchenwald ist eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus, das im Dritten Reich als Konzentrationslager von den Nationalsozialisten betrieben wurde und in dem viele Juden aufgrund der Schikanen und unmenschlichen Bedingungen ums Leben kamen.
Kurze Geschichte des Lagers
Das KZ Buchenwald war eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden. Es wurde zwischen 1937 und 1945 als Haftstätte, wo die Lagerinsassen zur Arbeit gezwungen wurden, betrieben. Insgesamt waren in diesem Zeitraum etwa 277.800 Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern inhaftiert. Die Zahl der Todesopfer wird heute auf etwa 56.000 geschätzt.
Nach dem Abzug der US-Truppen wurden Teile des Geländes von der sowjetischen Besatzungsmacht genutzt, dieses existierte bis 1950. Acht Jahre später wurde dort die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald eröffnet, die im Jahre 1991 neugestaltet wurde. Sie enthält unter anderem neben den Ausstellungen und dem Mahnmal mit Glockenturm noch weitere Denkmale, Gedenksteine und Erinnerungsstätten.
Da die Anlage noch weitgehend im Original zu besichtigen ist und war sie für uns sehr beeindruckend. Unglücklicherweise spielte das Wetter während unserer Führung nicht wirklich mit, denn es regnete wie aus Eimern und dazu war es noch sehr nasskalt. Der Ausflug in Buchenwald war einerseits sehr beeindruckend, aber auch sehr bedrückend, wenn man darüber nachgedacht hat, was den Menschen im Dritten Reich von den Nationalsozialisten Schreckliches und Unmenschliches angetan wurde.
Erkundung der Stadt Weimar am Abend
Nach unserem Besuch in Buchenwald, der eine gedrückte Stimmung hinterließ, kamen wir komplett durchnässt mit dem Bus in unserem Hostel an. Als dann jeder in sein Zimmer eingeteilt war, hatten wir für uns noch knapp zwei Stunden in der Unterkunft zum Ankommen. Danach durften wir bis 21:45 Uhr in Gruppen in die Stadt gehen und hatten dort dann einfach ein bisschen Freizeit. Ich würde sagen, das war das Coolste und Lustigste in Weimar, weil man in dieser Zeit weitere Jugendliche aus den Parallelklassen kennen lernen konnte.
Der nächste Tag
Am Mittwoch gab es schon um 7 Uhr morgens Frühstück, denn der Tag war eng durchgeplant, wollten wir doch am Abend wieder in Kitzingen zurück sein. Nachdem wir dann fertig gegessen und unser Gepäck aus unseren Zimmern geholt hatten, fuhren die 9a, 9b und 9c los zu einer Stadtführung nach Weimar. Während wir unsere Führung machten, besuchte die 9d zur gleichen Zeit das Bauhaus-Museum in Weimar.
Nachdem wir die Stadt genauer kennengelernt hatten und die 9d auch wieder zu uns stieß, hatten wir noch einmal ungefähr eine Stunde Freizeit, um das zu machen, was Jugendliche in dem Alter interessiert. Leider verging die Zeit viel zu schnell und die Studienfahrt nach Weimar fand ihr Ende. Am Nachmittag brachte uns der Bus wieder nach Kitzingen und uns blieben zwei unvergessliche Tage in Erinnerung. Meiner Meinung nach war das ein sehr schöner, interessanter und beeindruckender Ausflug ;)
Text & Farbfotos: Viktoria, SW-Fotos: E. Anselm