Eine kleine Sushi - Kunde
Kennst du die wichtigsten Sushi-Arten? Natalie und Ann-Sophie lichten den Sushi-Urwald und geben Orientierung zu weiteren japanischen Spezialitäten.
Sushis sind bei Jung und Alt beliebt. Auch wir, Nathalie und Ann-Sophie aus der Klasse 9b und Mitglieder der Schülerzeitung, essen gerne die leckeren Reisröllchen und wollen uns heute mit den unterschiedlichen Sushis beschäftigen. Wir essen gerne Sushis, weil sie lecker schmecken und wir wenigstens das Gefühl haben, etwas Gesundes zu essen („Beim Döner ist immer so viel Fleisch drauf “ :)
Zuerst wollen wir klären, woher Sushi kommt, denn in den 90er Jahren konnten die Deutschen mit den Begriffen „Nigiri“ und „Maki“ überhaupt nichts anfangen.
Geschichte der beliebten Reisröllchen
Sushi ist zwar ein japanisches Gericht, kommt jedoch ursprünglich gar nicht aus Japan, sondern aus China. Die Reisröllchen waren eine Methode, Fisch haltbar zu machen. So wurde entlang des Flusses Mekong, Fisch in gekochtem Reis einlegt. Verschlossen in einem Gefäß wurde die Fisch-Reis-Kombination fermentiert.
[Fermentierung kurz erklärt:
Bei der Fermentierung werden organische Stoffe durch die Zugabe von z. B Bakterien und Enzymen (Ferment) umgewandelt. Es entstehen Gase, Alkohol und Säuren, die die Lebensmittel länger haltbar machen. Auf diese Weise war der Fisch über längere Zeit genießbar, während der säuerlich gewordene Reis damals nicht verzehrt wurde. Diese chinesische Konservierungsmethode breitete sich bis nach Japan aus.]
Die Methode wurde in Japan weiterentwickelt: Im Laufe der Jahrhunderte legte man den Fisch kürzer ein, so dass der Reis ebenfalls verzehrt werden konnte. Der säuerliche Geschmack aus der Fermentierung blieb jedoch erhalten. Sushi in seiner heutigen Form entstand in Tokio des 18. Jahrhunderts. Mit den japanischen Auswanderern gelangte Sushi um die ganze Welt und in USA eröffnete das erste amerikanische Sushi-Restaurant 1966 in Los Angeles. Die California Inside-Out Roll geht auf die ersten Jahre in Los Angeles zurück und ist nun auch Bestandteil der heutigen Sushi-Tradition. Mittlerweile gehört die japanische Spezialität auch zum europäischen Alltag dazu, man findet sie überall.
Die wichtigsten Sushi-Arten und andere japanische Spezialitäten
MAKI
Maki („gerollte Sushi“) sind die bekannteste Form von Sushi. Sie werden mit einer Bambusmatte von Hand gerollt – dabei kann das Algenblatt sowohl außen als auch innen sein. Gefüllt werden Maki mit gesäuertem Reis, rohem Fisch (Lachs, Thunfisch, Aal), Tofu, Omelett und Gemüse (Rettich, Gurke, Karotte)
Amerikanisches Sushi enthält dagegen auch Avocado, Frischkäse und Fleisch.
Sonderform der Maki:
- „Inside-Out“ oder „California-Rolls“: Bei dieser Sushi-Form werden die Zutaten wie Fisch und Gemüse direkt vom Algenblatt umhüllt und der Reis befindet sich außen an der Rolle. Meist wird der Reis dann mit z. B. Sesam dekoriert. Entwickelt wurde diese Art von japanischen Einwanderern in den USA.
- „Tempura“: Dies sind frittierte Maki-Rollen, auch Crispy Rolls genannt, sie stammen aus der amerikanisch-japanischen Sushi-Küche.
NIGIRI
Bei Nigiri-Sushi („Ballen-Sushi“ oder „Griff-Sushi“) wird eine kleine Menge Sushireis zu einer schmalen, fingerlangen Rolle geformt und dann mit Fisch belegt.
SASHIMI
Sashimi ist die purste Form von Sushi. Hier wird komplett auf Reis oder andere Beilagen verzichtet. Sashimi ist lediglich der rohe, ungewürzte, fein filetierte, ganz frische Fisch.
GYOZA (Japanische Teigtaschen)
Diese sind aus Weizenmehl und werden meist mit Gemüse, Garnelen oder Fleisch gefüllt. Gyoza werden gedämpft, gebraten oder in Suppen gekocht. Das chinesische Pendant zu Gyoza sind Dumplins.
Mit Stäbchen essen leicht gemacht :)
…noch was Süßes zum Schluss:
MOCHI
Die kleinen runden Klebreis-Kuchen werden traditionell zu Neujahr gegessen. Frische Mochi haben eine weiche, aber trotzdem bissfeste Konsistent. Sie können sowohl süß als auch herzhaft sein. Beispielsweise können sie mit einer süßen Bohnenpaste gefüllt werden, in westlichen Ländern gibt es sie mittlerweile mit nahezu allen Füllungen, z. B. mit Schokolade, Marmelade oder Eis.
Doch Achtung: Wer zu viele auf einmal verspeist, dabei nicht genug trinkt, erlebt das neue Jahr vielleicht schon nicht mehr: Jedes Jahr kommt es in Japan zu den sogenannten Mochi-Toten, weil man so zu sagen „innerlich verklebt“ oder erstickt.
Wir hoffen, dass unser kleines Sushi-Lexikon zu eurer Aufklärung beigetragen hat und ihr jetzt einen kleinen Einblick in die japanische Küche bekommen konntet. Wir können jetzt nur noch sagen: „Guten Appetit“. Und wenn ihr mal richtig gute Sushis essen wollt, dann empfehlen wir euch die Kham Sushi Bar in Würzburg.
Eure Redakteurinnen Nathalie und Ann-Sophie (9b)
Fotos, Video: G.Ulherr