Inklusion - ein wichtiges Thema auch an unserer Schule
Der Begriff „Inklusion“ kommt aus dem Lateinischen „includere“ und bedeutet wörtlich übersetzt „Einschluss“ oder „dazu gehören“. Das heißt also, dass jeder Mensch, egal ob mit oder ohne Behinderung, überall mitmachen kann. Eine inklusive Schule ist also dann eine Schule für alle.
1994 fand in Salamanca in Spanien die UNESCO-Konferenz zum Thema „Pädagogik für besondere Bedürfnisse: Zugang und Qualität“ statt. Die Konferenz nannte Inklusion als wichtigstes Ziel der Internationalen Bildungspolitik und schuf so den ersten internationalen Rahmen für die Umsetzung von Inklusion an Schulen.
Trotz vieler Fortschritte hat die inklusive Entwicklung des deutschen Bildungssystems noch einen weiten Weg. Wer sich noch weiter darüber informieren möchte, wie es z. B. mit den Inklusionsquoten in Deutschland und Bayern aussieht, findet Wissenswertes auf der Seite von „Aktion Mensch“.
Inklusionsquoten in Deutschland | Aktion Mensch (aktion-mensch.de)
Inklusion – gibt´s das auch an unserer Schule?
Wie auch im vergangenen Schuljahr veranstaltete meine Klasse 9a den Inklusionstag. Um den 5. Klässlern verschiedene Einschränkungen näher zu bringen, stellten die Lehrkräfte, unterstützt von uns Schülerinnen und Schülern damals verschiedene Stationen bereit, um unterschiedliche Arten von Einschränkungen zu zeigen. Wie fühlt es sich an, sehr schlecht sehen zu können? Welchen Einschränkungen ist man ausgesetzt, wenn man im Rollstuhl sitzt? Diesen und weiteren Fragen mussten sich die Schüler*innen der 5. Jahrgangsstufe stellen.
Als ich meine Klassenkameraden nach ihren Eindrücken zum Inklusionstag befragte, antworteten sie, dass der Tag von den Eindrücken her durchwachsen war. Einige 5.Klässler waren sehr interessiert, manche weniger. Ein paar waren auch zu schüchtern, um Fragen zu stellen, allerdings kam das ganz auf die Situation an. Bei der Station „Rollstuhl-Fahren“ waren die meisten sehr gut dabei.
Wir, die Klasse 9a, standen den Erfahrungen des Tages zumeist positiv gegenüber. Die meisten waren sehr begeistert, einige wenige fanden den Einsatz in ihren Stationen mit der Zeit etwas monoton, da hätten sie sich mehr Abwechslung gewünscht.Eines ist auf jeden Fall klar: Mit Enthusiasmus wollen wir, die jetzige 9a, den Inklusionstag dieses Schuljahr auch wieder tatkräftig unterstützen.
Eure Redakteurin Paula
Podcast mit Paula
Unsere SZ-Betreuerin Frau Anselm hat Paula in einem podcast interviewt und zu den Gegebenheiten an unserer Schule befragt.
Unsere Inklusionsbeauftragte Frau Deppisch stellt sich vor
Im Oktober 2017 bekam die Staatliche Realschule Kitzingen das Schulprofil Inklusion, seitdem habe ich die Aufgabe der Inklusionsbeauftragten übernommen. Da ich an der Schule bereits vorher mit Schülerinnen und Schülern gearbeitet habe, die mit Einschränkungen im Alltag auskommen müssen, habe ich mich immer wieder mit dem Thema Inklusion auseinandergesetzt. Durch verschiedene Fortbildungen und im Austausch mit unterschiedlichen Fachdiensten habe ich mich an die zahlreichen und vielfältigen Bereiche der Inklusion herangetastet und auch im schulischen Alltag immer wieder neue Herausforderungen zusammen mit den Schülerinnen und Schülern, den Eltern, der Schulpsychologin, dem Kollegium und der Schulleitung angenommen und gemeinsam Wege gefunden, wie der Schulalltag gut zu meistern ist.
So ist auch unser Inklusionslogo mit dem Satz „Wir gehen den Weg gemeinsam“ entstanden, der für mich sehr wichtig ist, da gerade das WIR entscheidend ist. Gemeinsam stellen wir Überlegungen an, wie der Schulalltag gut bewältigt werden kann. Gemeinsam planen wir z.B. Wandertage und Klassenfahrten, da hier manchmal einfach Situationen überdacht werden müssen. Gemeinsam finden wir Lösungen. Gemeinsam gehen wir den Weg durch die Realschulzeit.
Die Aufgabe der Inklusionsbeauftragten gefällt mir, da sie sehr vielseitig ist und immer wieder neue Wege beschritten werden müssen, um zu einer guten Lösung zu kommen. Ich sehe mich als Ansprechpartnerin rund um das Thema Inklusion und versuche dort zu unterstützen, wo ich gebraucht werde.
S. Deppisch