Jugend debattiert

Neue Prüfungsform an der Realschule Kitzingen erfolgreich getestet

Zum ersten Mal wurde in diesem Schuljahr an der Realschule Kitzingen die Debatte als Prüfungsform getestet. Im Rahmen des Projekts „Jugend debattiert“ konnten die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe ihre Argumentationsfähigkeiten unter Beweis stellen und sich in fairen Diskussionen messen. Nach intensiver Vorbereitung im Unterricht traten die Jugendlichen der Klassen 8a bis 8e immer in einer Vierergruppe gegeneinander an, wobei zwei Schülerinnen und Schüler die Pro-Seite vertreten mussten und die beiden anderen Schülerinnen und Schüler die Contra-Seite. Die Themen reichten von aktuellen gesellschaftlichen Fragen bis hin zu schulischen Anliegen. Ziel war es, nicht nur Sachkenntnis und Ausdrucksvermögen, sondern auch Fairness und Überzeugungskraft zu trainieren.

Im Anschluss an die Debatten konnten alle Schülerinnen und Schüler der fünf 8. Klassen (8a, 8b, 8c, 8d, 8e) Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge in einer Menti-Umfrage anonymen angeben. Die Ergebnisse zeigen ein überwiegend positives Bild: Mehr als 80 % der Befragten empfanden die Debatte als spannende und motivierende Prüfungsform. Viele Schülerinnen und Schüler lobten die Möglichkeit, eigene Meinungen zu vertreten und sich mit anderen Standpunkten auseinanderzusetzen. Besonders hervorgehoben wurde interessanterweise auch der faire Umgang miteinander. Allerdings wünschten sich auch einige nach der Prüfung eine breitere Themenauswahl oder einige sprachen sich für eine kürzer Vorbereitungszeit aus, sofern man sich dafür auf nur ein Thema beschränken könnte.

Fazit und Ausblick
Die Einführung von „Jugend debattiert“ als Prüfungsform an der Realschule Kitzingen war für alle Beteiligten eine interessante Erfahrung und die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler bestärkten uns Lehrerinnen darin, die Debatte als Schulaufgabe auch in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln.

Text: S. Hasenstab

<-- Zurück