Die Richard-Rother-Realschule in Frankreich
 
  Dreitägiger Ausflug nach Strasbourg
 
 
  Montag, 27.07.2009
Schon seit Wochen freuten wir, die Schüler der 9c, uns auf unseren 3-tägigen Ausflug nach Strasbourg. Am 27. Juli war es dann so weit: mit unseren Koffern und einer Menge guter Laune im Gepäck warteten wir vor der Schule auf unseren Bus. Nach kurzer Verzögerung ging es, mitsamt Frau Tollkühn, Herrn Goller und der 9. Klasse Französisch der David-Schuster-Realschule aus Würzburg, gen Frankreich. Als wir nach vier langen Stunden Fahrt,  endlich die Grenze überschritten hatten, konnten wir uns vor Begeisterung kaum halten. „Boulangerie“, „Pharmacie“, „Institutions Européennes“ schwirrte es laut durch den Bus, als wir die ersten Schilder entdeckten. Das Touristenfieber hatte uns gepackt!

Nachdem wir unser Gepäck in der Jugendherberge sicher verstaut hatten, stand gleich eine Stadtrundfahrt mit einer offiziellen Führerin auf dem Plan. Sie konnte uns viel Interessantes über Vergangenheit und Gegenwart Strasbourgs und auch das Europaparlament erzählen. Am Ende dieser Tour lag die Cathédrale Notre-Dame de Strasbourg, deren Turm die schwindelfreien unter uns sogleich besteigen konnten. Auf der 66 Meter hohen Plattform hatte man einen wunderbaren Blick über die ganze Stadt.

Zurück in der Jugendherberge bezogen wir unsere Zimmer und gingen gleich zum Abendessen. Darauf hin gab man uns etwas Zeit durch zu atmen und uns frisch zu machen, denn wir hatten noch etwas vor. Am Abend setzte leider Regen ein und wir befürchteten, auf der bevorstehenden Bootstour nass zu werden. Zum Glück war das kleine Schiff, das bâteau mouche, mit dem wir auf der Ill fahren wollten, überdacht und so konnten wir das nächtliche Strasbourg trocken an uns vorbei ziehen lassen.   

Dienstag, 28.07.2009
An diesem Morgen waren wir allesamt todmüde. Doch Frau Tollkühn kannte kein Erbarmen, denn unser vollgestopfter Tagesplan erlaubte keine Verzögerung. Direkt nach dem Frühstück ging es mit dem Bus nach Colmar, einem malerischen Städtchen mit dem weltberühmten Isenheimer Altar im Museum Unterlinden. Wir besichtigten die Altstadt zuerst aus einer kleinen (peinlichen) Bimmelbahn und erkundeten die romantischen Gässchen dann auf eigene Faust näher. Auffallend war die ständige Präsenz der Störche, ob in echt oder in Plüsch, welche eines der Wahrzeichen des Elsass sind. Reich beladen mit Pralinen, Klamotten und Souvenirs fuhren wir mit dem Bus zu einem riesigen Supermarkt außerhalb der Stadt.  Unsere Aufgabe war es, in kleinen Gruppen französische Lebensmittel für unser Picknick auf dem Mont Sainte-Odilie einzukaufen.

Über viele Serpentinen auf dem Odilienberg angekommen, besichtigten wir zuerst die Heilquelle der Sainte Odilie, deren Wasser Blinde wieder sehend machen soll. Im Anschluss sahen wir uns das Kloster an, das Odilie im Jahr 690 gründet hatte. Von dort oben aus bot sich uns eine beeindruckende Aussicht über die Vogesen und das Rheintal bis hin zum Schwarzwald. Im Anschluss setzten wir uns auf eine Wiese in der Nähe des Klosters und fielen über unsere Einkäufe her. Vom vielen Essen und der vielen Bewegung gleichermaßen geplättet, fuhren wir zurück nach Strasbourg.

Kaum in der Jugendherberge angekommen machten wir uns für einen abendlichen Stadtausflug schick. Da unser Quartier nur gut 10 Minuten vom Zentrum entfernt lag, erkundeten wir zusammen „La Petite France“, ein malerisches Viertel mit romantischen Fachwerkhäusern am Ufer der Ill. Um 22:30 fanden wir uns mit Frau Tollkühn und Herrn Goller vor Notre-Dame de Strasbourg ein, wo wir uns die faszinierende Beleuchtung der Fassade ansahen, deren Farben sich zu den Klängen klassischer Musik änderten. Trotzdem waren wir froh, als wir in unseren Betten lagen.

Mittwoch, 29.07.2009
Am Morgen der Abreise räumten wir unsere Zimmer. Nachdem wir unsere Koffer im Bus verstaut hatten, ging es noch ein letztes Mal in die Innenstadt von Strasbourg.

Dort fuhr ein Teil der Klasse mit der supermodernen Straßenbahn durch die Stadt zum Europarat, während die anderen noch einmal die Angebote des Sommerschlussverkaufs nutzten. Auf der Terrasse eines Restaurants mitten in der Fußgängerzone ließen wir noch einmal die französische Umgebung auf wirken. Wir bestellten uns auf Französisch Quiche und Zwiebelkuchen und stärkten uns für die anstrengende Heimfahrt. Um sechs Uhr abends kamen wir geschafft aber glücklich in Kitzingen an. An diesem Abend waren wir ausnahmsweise alle einer Meinung, nämlich dass Strasbourg auf jeden Fall einen zweiten Besuch wert ist.

 
 

Elisa Haeffner und Evelyn Pfeiffer