Besuch bei Shakespeare
 
  Die Klasse 9c besucht die Theateraufführung "Romeo and Juliet"
   
 

 

Auch dieses Jahr besuchte eine neunte Klasse der Richard-Rother-Realschule die Theateraufführung des TNT Theatre Britain im Würzburger Hofgarten. Es waren die Schülerinnen (!!) der Klasse 9c, die Shakespeare im Original genießen konnten. Präsentiert wurde diesmal die wohl bekannteste Shakespeare – Tragödie  "Romeo and Juliet“.

 

William Shakespeare  geboren 1564 in Stratford-upon-Avon, war ein englischer Dichter und gehört zu den bedeutendsten Dramatikern der Weltliteratur. Die Tragödie "Romeo and Juliet“ wurde mehrfach verfilmt, unter anderem mit Leonardo di Caprio. 

Romeo & Julia
Seit Generationen besteht Feindschaft zwischen den beiden Veroneser Familien Capulet und Montague. Romeo, ein Montague, hat sich unbemerkt auf ein Kostümfest der Capulets geschlichen. Dort begegnet er Julia, der schönen Tochter der Capulets. Ein Augenblick genügt und das wohl berühmteste Liebespaar der Weltliteratur hat sich gefunden.

Der Ungeduld ihrer Herzen folgend, lassen sich Romeo und Julia heimlich von Bruder Lorenzo trauen. Der Franziskanermönch erhofft sich durch die Hochzeit die Versöhnung der verfeindeten Familien. Doch Romeos Leben nimmt eine unverhoffte Wendung. Tybalt, ein Vetter Julias, passt ihn auf dem Marktplatz ab und versucht, ihn zum Kampf zu reizen. Romeo weigert sich, auf die Provokationen einzugehen und Mercutio kämpft an seiner Stelle. Als Romeo zwischen die Kämpfenden tritt, um die drohende Eskalation des Streits zu verhindern, wird er ungewollt zum Anlass der Ermordung Mercutios. Blind vor Trauer und Wut über den Tod seines Freundes ersticht er daraufhin Tybalt. Romeo wird daraufhin aus Verona verbannt. So bleibt den Liebenden eine einzige, natürlich viel zu kurze Nacht - ihre Hochzeitsnacht. Beim ersten heiseren Ton der Lerche flieht Romeo schweren Herzens nach Mantua. Paris hält um Julias Hand an und ihre Eltern, bislang eher unentschlossen, drängen zur baldigen Hochzeit mit dem Grafen. Verzweifelt bittet Julia Bruder Lorenzo um Hilfe. Der gibt ihr einen Trank, der sie vierundzwanzig Stunden in einen todesähnlichen Zustand versetzt.

 

Am Hochzeitsmorgen findet die Amme die leblose Julia, die in der Familiengruft der Capulets aufgebahrt wird. Nach ihrem Erwachen soll sie dort auf Romeo treffen.

 

Doch der Brief, der Romeo von Lorenzos Plan unterrichten soll, erreicht ihn durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle nicht. Stattdessen erhält er die Nachricht von Julias vermeintlichem Tod. Er besorgt sich ein schnell wirkendes Gift und eilt zurück nach Verona.

 

In der Gruft der Capulets trifft er auf den Grafen Paris, den er in einem wütenden Gefecht tödlich verwundet. Romeo schluckt das Gift und stirbt zu Füßen Julias. Diese erwacht wenige Augenblicke später, erkennt das Misslingen ihres Plans und tötet sich mit Romeos Schwert. Endlich, über den Leichen ihrer Kinder, die Sinnlosigkeit ihres gegenseitigen Hasses erkennend, beenden die Capulets und Montagues ihre Feindschaft.

 

Der Würzburger Hofgarten bietet eine perfekte Kulisse für Shakespeare. Die Bühne selbst ist schlicht und die Schauspieler kommen weitestgehend ohne Requisiten aus - was allerdings vom Zuschauer auch einiges an Aufmerksamkeit und Vorstellungsvermögen verlangt. Aber so war das schon im alten Globe Theatre in London (nachzulesen übrigens im Englischbuch der 9.Klasse).

 

Auch kleinere Regenschauer taten dem Genuss des Abends keinen Abbruch. Schließlich halten die Engländer das auch aus!

 

Im nächsten Jahr wird „Othello“ aufgeführt.
   
 

Helga Staudt-Bieber