Investieren statt Spekulieren  

Kitzingen, 22.02.2011

 
 
  Doppelsieg für Schüler der Klasse 9c beim Planspiel Börse
   
  Auch in diesem Jahr haben sich zahlreiche Schüler der 9. Jahrgangsstufe am größten europäischen Börsenlernspiel der Sparkassen beteiligt. Dabei gilt es, innerhalb von knapp drei Monaten aus 50.000 EUR fiktivem Startkapital möglichst viel Gewinn durch die Investition am Aktienmarkt zu erwirtschaften.

Unter dem Spielnamen „All-Stars-2010“ gingen Idris Cekener, Johanna Meyer, Milena Weimann und Oliver Schmidt ins Rennen. Selbstverständlich war ab diesem Zeitpunkt das Thema Börse und Aktienmarkt Mittelpunkt des Wirtschaftsunterrichts von Herrn Wolbert. Mehrmals die Woche wurden die Regeln des Aktienhandels besprochen und Aktien- und Börsennachrichten studiert. Gerade diese Spielgruppe zeichnete sich jedoch durch großen Fleiß und zusätzliches Engagement aus, denn auch in ihrer Freizeit behielten die Vier ihr Depot immer im Auge. Sie setzten den Großteil ihres Kapitals auf Aktien aus der Automobil-Branche, da ihrer Meinung nach alle Maßnahmen zur Konjunkturbewegung nach der Wirtschaftskrise besonders diesen Industriezweig begünstigt haben. Zwecks der Risikostreuung setzten die Schüler allerdings auch auf Amazon, Software und die Münchner Rück und lagen mit ihrem Konzept richtig. Sie erreichten nach nur 63 Tagen im Spiel einen Depotwert von 65.567,10 EUR und belegten damit Platz 1 im Landkreis Kitzingen,  Platz 3 innerhalb der gesamten Sparkasse Mainfranken, Platz 36 in Bayern und Platz 96 von 37.000 teilnehmenden Gruppen in Deutschland.

Im Rahmen einer Feierstunde in der Sparkasse Kitzingen überreichte der Sparkassen-Gebietsdirektor Ernst Baumann den Schülern ein Preisgeld in Höhe von 250 EUR und stockte damit das Taschengeld der vier angehenden Aktienprofis um 62,50 EUR auf. Platz 2 und 3 belegte jeweils eine Gruppe aus dem Gymnasium Marktbreit.

Besonders erfreulich ist jedoch die Tatsache, dass unsere Schüler diesen Preis nicht durch aggressives Spekulieren erreicht haben, sondern ihre Gewinne mit Aktiengesellschaften erzielten, die eine hohe Nachhaltigkeitswertung besitzen. Das bedeutet, diese Firmen sind international anerkannt durch ihr soziales und ökologisches Engagement. Schüler, die im Wettbewerb auf solche Papiere setzen, zeigen einen besonders verantwortungsbewussten Umgang mit Geld. Innerhalb dieser Kategorie belegten die vier Schüler Platz 1 innerhalb der Mainfranken Sparkasse und erhielten dafür einen Sonderpreis in Höhe von 500 EUR für die Richard-Rother-Realschule. Auf Wunsch der Schüler wird mit diesem Geld unsere Patenschule in Nepal, die Schulinitiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und ein afrikanisches Patenkind der Klasse 9c unterstützt.

 

Stefan Wolbert