Faszination Nanotechnologie
   
  Die Klassen 10a/b bekommen Besuch vom NanoShuttle
   
 

Im Auftrag des Wissenschaftsministeriums und in Absprache mit dem Kultusministerium besuchte am 10. Februar 2009 der NanoShuttle der Nanoinitiative Bayern unsere Schule.

Die Klassen 10 a und 10 b nahmen an diesem Projekt im Rahmen des Chemie-Unterrichts teil. Die Referenten Herr Völker und Herr Petschenka unterteilten die Präsentation in einen theoretischen und einen experimentellen Teil.

Nanotechnologie – was ist das?

Mit Nanotechnologie (altgriech. „Zwerg“) wird heute die wissenschaftliche Forschung in der Oberflächenchemie, Lebensmitteltechnologie, im Maschinenbau und in vielen weiteren Bereichen bezeichnet. Der Begriff gründet auf der Größenordnung vom Einzelatom bis zu einer Strukturgröße von 100 Nanometern (nm). Ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter (10-9 m). Eine große Besonderheit der Nanotechnologie ist, dass sie ein fachübergreifendes Zusammenspiel vieler, eigentlich spezialisierter Fachgebiete der Naturwissenschaften darstellt. In der Medizin bieten Nanopartikel die Möglichkeit, neuartige Diagnostika und Therapeutika zu entwickeln, beispielsweise Kontrastmittel für die bildgebenden Verfahren der Computer-tomographie, neue Medikamente mit Nanopartikeln als Wirkstofftransporter oder -depot, beispielsweise in der Tumorbekämpfung. Hierbei werden eisenoxidhaltige Nanopartikel in die Blutbahn injiziert, wodurch diese mit dem Blutstrom im Körper verteilt werden. Nach der Anreicherung im Tumor kann dieser durch ein angelegtes Magnetfeld erhitzt und somit zerstört werden. Im Fokus der Forschung stehen hierbei die Methoden, durch die eine gezielte Anreicherung der Nanopartikel im Tumor erreicht werden kann. Weitere Anwendungen betreffen auch Probleme des Alltags: Ein Beispiel dafür ist der Lotuseffekt, der selbstreinigende Oberflächen ermöglicht. Auch als Schutzanstrich für Karosserien wird die Nanotechnologie derzeit verwendet. Untersuchungen bis in den atomaren Bereich sind heute mit dem Elektronenmikroskop oder dem Rasterkraftmikroskop möglich. Um eine bessere Vorstellung zu bekommen wurden in der Experimentalvorstellung die Nanopartikel von Kaffee im Rasterkraftmikroskop untersucht. Ebenso konnten die Schüler sich vom Lotuseffekt überzeugen und sich von der Faszination einer magnetisierten Flüssigkeit beeindrucken lassen.

Dank der hervorragenden Präsentation der Nanoinitiative Bayern können wir uns nun „ein Bild“ von Nanopartikeln machen und die Forschung als eine Bereicherung des täglichen Lebens verstehen.

 

Heike Müller