Das RRR-Oratorium
 
  Eine dringend notwendige, aber dennoch amüsante Aufarbeitung von
40 Jahren Schulgeschichte
 
  Das Schulkonzert anlässlich der 40 Jahr-Feier der RRR war rückblickend sicher ein Highlight des gerade erst begonnen Schuljahres, denn Schüler und Lehrer bewiesen, dass selbst unter Zeitdruck Erstaunliches möglich sein kann.
 
  Im letzten Schuljahr war noch von einem geplanten Musical die Rede, das aber auf Grund vieler ungünstiger Umstände nicht zustande kam. Vielleicht war das auch besser so, denn der beschwingte, abwechslungsreiche und an vielen Stellen spontane, gagreiche Abend hob sich wohltuend ab von den anderen Veranstaltungen rund um das Jubiläum, die dann doch eher durchgestylt und minutiös geplant waren.

So wurde das Konzert weder nur ein Konzert, noch ein Musical, noch ein Event, noch eine Comedy-Show, noch ein Oratorium, sondern das RRR – Oratoreventusicalcomedyum! So unglaublich, wie der zum Kunstwort des Jahres mutierte Titel, wurde auch der gesamte Abend, moderiert von Julia Lorey und Uwe Ungerer, die die Nummernrevue mit passenden Texten verbanden und so dem Zuschauer das Gefühl gaben, einer Geschichte bei zu wohnen, die sich so oder ähnlich an unserer Schule hätte zutragen können.

Zunächst begrüßte der Chor unter der Leitung von Uwe Ungerer das gesamte Auditorium: „Willkommen im Traum Theater – Seid bereit für unser Theater, das Traumland der Musik“, ein Titel aus dem aktuellen Musical von Uwe Ungerer. Nach dieser passenden Einleitung wurde man inhaltlich sofort an die geheimen Orte in unserer Realschule katapultiert, und durfte typische Szenen zwischen Lehrerzimmer, Unterrichtsraum und Direktorat erleben. Teilweise mit neuen Texten versehen, erfuhr man mit Hilfe bekannter Songs , dass Herr Weis am Kopierer zu verzweifeln droht, Herr Wolbert in Tränen ausbricht, weil ihn „kein Schwein anruft“, Frau Walther verwirrt durchs Schulhaus irrt, weil ihre Lehrer seltsame Verhaltensweisen an den Tag legen und Herr Wolf die Situation mit den Worten „Probiers mal mit Gemütlichkeit“ zu beruhigen versucht.

 

Frau Walther selbst scheint von diesen „Calamitäten“ nichts zu halten, was Lukas Mauckner am Tenorhorn musikalisch perfekt zu gestalten weiß.

 
  Da hilft nur eines: Ein Entspannungstanz. Den bekommen wir in professioneller Manier geboten von Kirsten Paulig und ihren Hip-Hop-Mädels, die es in Null komma nix schafften, mit einem Music-Mix aus den angesagtesten Chart-Songs die Synagoge zum Glühen zu bringen.
         
 
   
 

 

Mit dem Lied „Keine wie du“ bedankt sich der Konrektor bei seiner Chefin und hängt als „Dreamer“ hehren Gedanken nach.

Die Umtextung des Liedes „Der Popel“ geriet zum besonderen Highlight, denn hier wurde das <object classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11CF-96B8-444553540000" id="obj1" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" border="0" width="309" height="227" align="right"> <param name="movie" value="Schuljubilaeum/Musikabend/backintolove.swf"> <param name="quality" value="High"> <embed src="fileadmin/rrr-website/2009_10/Schuljubilaeum/Musikabend/backintolove.swf" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" type="application/x-shockwave-flash" name="obj1" width="309" height="227" quality="High"></object>  Publikum von Uwe Ungerer mit ein bezogen. In kurzen aber prägnanten Sätzen konnte sich das Publikum als Chor selber beweisen und darüber staunen, dass unserer Lehrer auch über sich selbst lachen können (auch wenn im Vers, der sich auf Herrn Goller bezog, das Wort „Buddha“ zunächst vom Publikum als „Butter“ verstanden wurde und so für den besten spontanen Gag des Abends sorgte).

Lena Dettmann und Uwe Ungerer interpretierten unterstützt vom Chor mit viel Emotion und Flirtkunst das Lied „way back into Love“ und brachten damit Gerd Ulherr und Elke Anselm ein wenig in Verlegenheit, denen dieses Lied gewidmet war.

Die Beat It-Gruppe von Silvia Hasenstab setzte weitere Glanzpunkte. Rythmisch versiert und mit Beatbox-Einlagen von Ruin Hamkar gewürzt, wurde das Publikum zum mitklatschen animiert. 

 
   
 

 

Doch das nächste Highlight stand schon bereit: Die Comedy Harmonists. Als stilechte und einzig wahre Nachfolger der legendären Comedian Harmonists bewiesen sich die Herren Wolf, Wolbert, Weis und Ungerer und brachten mit ihren Songs zum Ausdruck, was vielen Lehrern wohl in den Köpfen herumschwingt: „Hunderttausendmal hab ich schon abgefragt, hunderttausendmal habt ihr schon nichts gesagt....!“

           
 
  Und weiter gings! Aus Major Tom wurde Major Böhm, der mit der nicht gerade dankbaren Aufgabe, die Vertretungspläne zu organisieren, des öfteren für Verstörung im Kollegium sorgt und sich deshalb lieber „völlig losgelöst von der Erde“ befindet als in seinem Büro!
 
 

 

Auch die Klassen 7c und 6d waren vollständig angetreten um Blueman-Group-lookalike eine echt coole und (unfassbar!) erst Ende September mit dem Einstudieren begonnene Performance mit Boomwhackers und rhythmischen Bewegungen zu Songs u.a. von Miriam Makeba vor dem staunenden Publikum vorzutragen. Silvia Hasenstab hatte sich dieses Unterfangens angenommen und in kurzer Zeit Erstaunliches zu Tage gefördert.

Der Abend endete mit einer Powerpoint-Präsentation, in der neben den uns vertrauten Werten „kooperativ“, „engagiert“ und „dynamisch“ anhand von bildhaften Beweisen noch weitere Werte aufgezeigt wurden, wie z.B. befremdlich, plakativ, sensationell und meditativ!

 

Mit dem selbst komponierten und erstmals vor Live-Publikum präsentierten Lied „If You keep smiling“ von Saskia Heilig endete ein ungewöhnlicher Abend. Zwei Stunden waren wie im Flug vergangen und die Calamitäten rund um die RRR vollkommen in Vergessenheit geraten.

 
 

 

Das Happy Ende drückte sich in tosendem Applaus aus und in einer rund um glücklichen Schulgemeinschaft, die es fertig gebracht hat, zu Beginn eines Schuljahres ein solches „Feuerwerk der guten Laune“ (mainpost) vorzubereiten und auf die Bühne zu bringen.

   
 

 

U.U., Fotos: Ul