Faszination Honigbiene  

Kitzingen, 04.06.2011

 
 
  Die Klasse 7e besucht die Landesgartenschau
   
  Bei strömendem Regen brach die Klasse 7e am 1.6.2011 zusammen mit Frau Klaus auf, um auf der Gartenschau der „Natur auf die Spur“ zu kommen. Am Stand des Imker-Kreisverbandes Kitzingen trafen wir uns mit Herrn Gerhard Müller-Englert, dem Fachberater im Bezirk Unterfranken. Er kam extra aus Erlangen angereist, um uns mit auf eine faszinierende Reise in das Reich der Honigbiene zu nehmen.

Nach kurzen Informationen und Wissenswertem über die Biene im trockenen Gewächshaus, gingen wir nach draußen, wo uns Herr Müller-Englert zunächst über die Wichtigkeit der Honigbiene informierte. So erfuhren wir, dass die Bestäubungsleistung der Biene bei manchen Obstsorten 90% beträgt, die Biene heute aber wegen der Veränderungen im Pflanzenbestand sowie dem Schädling  Varroa-Milbe ohne den Menschen keine Überlebenschancen hätte. Durch die Pflanzung von Blühsträuchern in heimischen Hecken, Küchen-Kräutern statt Dauerblühern wie Geranien im Blumenkasten sowie dem Stehenlassen von „Unkräutern“ im Rasen kann jeder Einzelne viel zum Schutz der Biene beitragen. Da die Biene auf Grund des strömenden Regens nicht aus ihren Kästen flogen, war es Herr Müller-Englert, der die Kästen öffnete und jedem Schüler eine stachellose Drohne (männliche Biene) auf die Hand gab.
 
 

 

 

 

Simon und die Drohne

 

Herr Müller-Englert

 

in den verschlossenen Waben werden die Eier, aus denen Arbeiterinnen schlüpfen, gepflegt

 
 

 

Eine Biene so hautnah und ohne Angst vor einem Stich zu spüren – das erlebt man nicht alle Tage! Sollte man aber von einer Arbeiterin einmal gestochen werden, gab es einen Insidertipp: Einfach über die Stichstelle mit dem Fingernagel kratzen – so kann der Stachel ohne das Zerdrücken der Giftblase und somit ohne Schmerzen entfernt werden.

Welche Bienenwesen es gibt, welche Aufgaben diese jeweils haben und warum es im Bienenstock so schön warm ist – das waren die Themen im Anschluss. Sehr zur Freude der SchülerInnen ging es nun ans Kosten der verschiedenen Honigsorten. „Wie die Bärchen schlecken sie“, so lautete der freudige Kommentar von Frau Gubesch, einer heimischen Imkerin.

Zum Abschluss der sehr eindrucksvollen, schülergerechten und interessanten Führung konnten die Schüler noch die Varroa-Milbe unter dem Mikroskop betrachten, Bienenwaben näher ansehen und Bilder der Beegroup, der Bienen-Forschungsgruppe der Universität Würzburg, betrachten.

 

Da der Regen immer noch nicht nachgelassen hatte, ging die Gruppe zum Aufwärmen und Stärken in das Verpflegungszelt der Gartenschau und anschließend in die Schule zurück.

Unser Dank gilt Herrn Müller-Englert sowie dem Imker Kreisverband Kitzingen e.V. für diese lehrreichen Stunden.
 
 

K.Klaus