Berufswahltag an der Richard-Rother-Realschule
   
  "Man erinnert sich später an die Gesichter"
   
    Berufswahl und die Zukunft ihrer Schüler liegen den Kitzinger Lehrern ganz besonders am Herzen. Deshalb fand jetzt zum 16. Mal der Berufswahltag statt, den die Richard-Rother-Realschule Kitzingen und die Staatliche Realschule Dettelbach gemein-sam ausrichteten. „Für mich ist es der Höhepunkt des Jahres“, erklärte Günter Schwarz, der die Veranstaltung organisierte. In Vorträgen und an Ständen der teilnehmenden Firmen haben die Schüler Gelegenheit, sich zu informieren. Der Berufswahltag steht in der Realschule in einer langen Tradition weiterer berufskundlicher Veranstaltungen.

Insbesondere in den Klassen neun und zehn steht die Schule den Schülern bei der Orientierung zur Seite: Berufsberatungen mit der Klasse, Einzel-beratungen durch Berufsberaterin Jennifer Dreier und ein Besuch im Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur bilden erste Informationsbausteine. Ein Bewerbungstraining der neunten Klassen, Vor-stellungsgespräche, der Einblick in ein Assesment-Center und Fachvorträge über die Sozialversicher-ung und Verträge des täglichen Lebens leiten die Schülern hin zur Arbeitswelt. Im März 1994 fand der Berufswahltag zum ersten Mal im kleinen Rahmen statt. Mittlerweile sind zirka 40 Vertreter aus Wirt-schaft, Behörden und Industriebetrieben vertreten. Neben den beiden Realschulen nimmt auch das Armin-Knab-Gymnasium mit mehreren Klassen an der Veranstaltung teil. Insgesamt, so schätzt Schwarz, informierten sich zwischen 250 und 300 Schüler. „Aber wir wollten ein Stück weit weg vom Charakter der Messecharakter“, sagt Stefan Wolbert, der Konrektor der Richard-Rother-Real-schule aus Kitzingen. Mindestens sechs unter-schiedliche Vorträge sollen die Schüler anhören, zu Berufen und Ausbildungen, die sie interessieren. Zusätzlich können sich die Schüler an Informa-tionsständen mit Firmenvertretern unterhalten. Nicht nur die Schüler profitieren vom breiten Ange-bot des Berufswahltages, auch die Firmen können sich ein Bild der Bewerber machen. „Wenn man später die Bewerbungen durchsieht, erinnert man sich schon an die Gesichter“, sagt Christian Berger von der AOK. Ein Praktikum stelle dann das richtige Sprungbrett dar. Auch Thomas Bergner, der die Firma GEA-Huppmann vertritt, ist vom beider-seitigen Nutzen des Berufswahltages überzeugt: „Wir bleiben mit den jungen Leuten per E-Mail in Kontakt“. Von echten Erfolgsgeschichten wussten die Referenten ebenfalls zu berichten: So hätten in den Vorjahren Annika Böhm und Jennifer Volland, beide Absolventinnen der Richard-Rother-Real-schule, nicht zuletzt wegen ihres regen Interesses beim Berufswahltag einen Ausbildungsplatz bekommen. *ltk*

(Abdruck m. freundlicher Genehmigung der
Kitzinger Zeitung)
 
 
 
 
 
 

Fotos: Ulherr