Klartext reden!  

Kitzingen, 10.11.2010

 
 
  Gesprächsleitfaden für Eltern zum Thema Alkohol
 
 

 

Einen Teil der alljährlichen Suchtprävention in unserer Schule richtete sich diesmal speziell an die Eltern. In Zusammenarbeit mit Herrn Köhl vom Kreisjugendring und der Referentin Diplom Psychologin Barbara von Arnim fand am 27.10.2010 ein sehr informativen Vortrag zum Thema Alkohol bei Jugendlichen statt. Der Alkoholkonsum bei Kindern beginnt leider immer früher, wobei gerade im kindlichen Stadium der Entwicklung Alkohol enorme Schädigungen an Zellen, Nerven und Organe hervorrufen kann. Besonders gefährlich ist, dass Alkohol bei Kindern nicht wie bei Erwachsenen stufenweise wirkt, sondern schlagartig, d. h. sie können bereits ab einem Promillewert von 0,5 Promille das Bewusstsein verlieren. Was können Eltern tun, um ihre Kinder auf den Umgang mit Alkohol vorzubereiten? Klartext reden! Generell gilt, den ersten Konsum so lange wie möglich hinauszuzögern. Damit dies gelingt, ist es wichtig, dass sich Eltern ihrer Vorbildfunktion und ihres Einflusses bewusst sind. Kinder sollten niemals zum Trinken ermutigt werden. Unabhängig vom Alter ist es wichtig im Dialog zu bleiben, Fragen der Kinder ernst zu nehmen und möglichst sachlich zu beantworten. Eine gute Gesprächsgrundlage hierfür bildet das Jugendschutzgesetz, welches nicht willkürlich erfunden, sondern aufgrund medizinischer Erkenntnisse erstellt wurde. Hier wird deutlich aufgezeigt, dass ein Alkoholkonsum erst ab 16 Jahren bzw. ab 18 Jahren erlaubt und ein Verstoß kein Kavaliersdelikt ist. Dies gilt sowohl für die Gastronomie und Supermärkte, die sich bei Nichteinhalten der Jugendschutzbedingungen strafbar machen, als auch für 18-jährige Freunde/innen, die den Schnaps für die Party besorgen. Was können Eltern tun, wenn es Anzeichen von Alkoholkonsum gibt? Klartext reden! Offene Gespräche und gemeinsam mit den Kindern feste Regeln erstellen, die sowohl Belohnung bei Einhaltung aber auch Bestrafung bei Nicht-Einhaltung vorsehen. Den Jugendlichen deutlich machen, dass „Vorglühen“ und „Rauschtrinken“ kein Spaß ist, sondern (lebens-) gefährlich kann. Aus diesem Grund sollten betroffene Eltern nicht zögern sich Unterstützung zu holen. Mehr Infos: www.klartext-reden.de
 

 

H. Müller