Die Klasse 10b - ein Projekt entsteht
 
  Alltag in den 50er und 60er Jahren
 
 

 

20. Juli 2009, Tatort: Richard-Rother-Realschule in Kitzingen, Zimmer 134:
Frau Anselm: „Ich habe eine Idee, was wir an unserem Projekttag zur 40-Jahrfeier machen!“ (totale Begeisterung)
Schüler: „Oh je, wenn Lehrer schon mal so begeistert von einer Idee sind, dann ist es sicher was ganz Seltsames.“
Frau Anselm: „Wir machen die 50er und 60er Jahre! Frisuren, Kleidung, Film, Stars und natürlich den Alltag: Wohin sind die Menschen damals in den Urlaub gefahren? Alles, was uns sonst noch einfällt. Ich bin total begeistert von meiner Idee!“
J
Schüler: „Oh no!“ (wenig Begeisterung)

Die anfängliche Skepsis legte sich jedoch bald, ein Funke von Begeisterung keimte auf und entwickelte sich vom 27. bis zum 29. Juli zu einer wahrhaft riesigen 50er/60er Projekt-Orgie. Besonders die Mädchen der 10b blühten auf und brachten alte Kleidung ihrer Großeltern mit, ebenso Koffer voll mit alten Uhren, Schuhen, Nierentisch-Hocker, Elvis-Platten, Kerzenständer, Wischmobs, Perlenketten und Vieles mehr. Ich war wahrhaft erstaunt von so viel Enthusiasmus. Herr Ulherr erklärte sich bereit, die Mädchen in der Kleidung ihrer Großeltern im Fotostudio zu fotografieren. Das gefiel den Mädels natürlich. Auch Haargel, Glätteisen, Fön und Frisierkamm lagen bereit, um Frisuren der 50er und 60er Jahre nachzustylen. Die Jungs zierten sich ein bisschen, aber waren dann doch sehr erstaunt über das Ergebnis: Jimmy Dean und Elvis Presley ließen grüßen! Eine Projektgruppe sammelte Baby-Bilder von Lehrern der RRR, die in den 50er und 60er Jahren geboren sind, ein. Dieses Plakat wurde natürlich der „Renner“ der Ausstellung.

Am 15./16. Oktober war es dann soweit: unser Projekt näherte sich dem Ende! Frau Wagner, eine neue Kollegin, half mir bei den letzten Vorbereitungen und brachte noch viele gute Ideen mit ein. Wir klebten, bastelten, malten, frisierten, fotografierten, recherchierten im Internet
und schmückten unser Klassenzimmer. Eine Keks-Ecke entstand und ein kleines Kino mit der Vorführung „Rendezvous unterm Nierentisch“ (Werbefilme aus den 50er Jahren gemischt mit Ausschnitten der Wochenschau). Wir waren alle ziemlich stolz auf unser Ergebnis. Am Samstag, dem Tag des Schulfestes, ernteten wir sehr viel Lob und Anerkennung für unsere Arbeit: von Eltern, Kollegen und auch Schülern. Das tat gut und entlohnte uns für die große Arbeit. Nun ist auch dieses Fest wieder Geschichte und der Schulalltag hat uns wieder. J
   
               
 
   
 

RSLin E. Anselm, Fotos: An, Ul