Staatliche Realschule Kitzingen
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Mainfrankentheater Würzburg

"Ohren auf"

„Die Musik klang wirklich toll!“, darin waren sich die Schüler*innen der Klasse 6a und 6c schnell einig. Ein Kompliment, das verwundern mag, denn unsere 6.Klässler meinten damit Werke von Mozart, Haydn und Dvorák. Andererseits zeigt diese Äußerung ziemlich genau, worin das Potential des Projekts „Ohren auf“ liegt:

Wenn sich Profi-Musiker nicht zu schade sind, Schüler*innen in ihren Klassenzimmern aufzusuchen, um alleine für sie zu musizieren, überträgt sich deren Begeisterung für klassische Musik wie von selbst auf ihr junges Publikum. Sogar Schüler*innen, die sich gemeinhin eher zu (Gangsta)-Rap bekennen, zeigten sich noch Wochen später schwer beeindruckt von der Virtuosität der Musiker, deren Spieltechniken und klanglichen Vielfalt.

Das Projekt „Ohren auf“ ist eine Initiative der Musikpädagogik des Mainfrankentheaters und zielt darauf ab, Kinder spielerisch in die ihnen doch häufig recht fremde Welt der klassischen Musik zu entführen. In der 6. Jahrgangsstufe setzt man sich gemäß des Lehrplans für gewöhnlich mit verschiedenen Instrumentenfamilien auseinander. Man lernt die Bauweise, Spieltechnik kennen und wie sich so ein Orchester zusammensetzt. Musiker aus einem solchen Orchester live zu hören, war insofern ein kleines Highlight für diese Jahrgangsstufe.

Das Quartett um den Cellisten Matthias Steinkrauß beantwortete geduldig alle Fragen und unsere Schüler errieten – erkennbar stolz -  so manche Titel der mitgebrachten Stücke (Mozarts Serenade „Eine kleine Nachtmusik“, Haydns Nationalhymne und die Titelmusik von Tom und Jerry (Gershwin); aber auch unbekannte Musik von Bach, Monit und ein Gospelsong fanden Gefallen.

Unterstützt wurde Matthias Steinkrauß an diesem Vormittag von seinen Kollegen Tomàs Hajek und Christiane Kleiner an den Violinen sowie Makoto Sudo an der Viola. Im Übrigen müssen sich die Klassen 6b und 6d lediglich ein wenig gedulden: Die Musiker des Mainfrankentheaters versprachen, uns im Neuen Jahr noch einmal aufzusuchen, um dann für die übrigen 6. Klassen zu spielen.

Text: S. Hasenstab; Fotos: E. Anselm