Staatliche Realschule Kitzingen
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Gegen Diskriminierung

Beeindruckende Aktion der Realschule Kitzingen mit einer 100m langen Aidsschleife

„Ist Aids nicht die Krankheit, die Menschen bekommen, die jemanden mit gleichem Geschlecht lieben?“ Wie an der Wortwahl zu sehen, war diese Bemerkung eines Schülers der Realschule Kitzingen keineswegs böse oder abwertend gemeint. Dennoch macht die Frage mehr als deutlich, dass Aufklärung über eine der bedeutendsten Viruserkrankungen wichtig war, heute noch ist und mit Sicherheit auch bleiben wird!

 

Angestoßen wurde an der Schule die Diskussion über die Virusinfektion HIV, an der weltweit etwa 35 Millionen Menschen leiden und 2016 etwa eine Millionen Menschen starben, durch eine Aktion der Schülermitverwaltung, kurz SMV. Sie möchte mit einer spektakulären Aktion ein Zeichen gegen Vorurteile und Ausgrenzung setzen. Anlässlich des jährlichen Welt-Aids-Tages wurde auf dem Pausenhof eine fast 100 Meter lange Aids-Schleife von etwa 75 Schülerinnen und Schülern aufgespannt. Über 500 weitere Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Realschule umrahmten die leuchtend-rote Schleife und demonstrierten, dass dieses Thema jeden angeht und nichts an Aktualität verloren hat.

 

Diese beeindruckende Schleife, die auch dieses Jahr wieder am 01. Dez. unterhalb der Festung Marienberg in Würzburg aufgespannt und beleuchtet wird, wurde der Schule vom Gesundheitsamt Würzburg ausgeliehen. Den Kontakt vermittelte Michael Koch, Leiter der Aids-Beratung-Unterfranken. Er wird es auch sein, der in der Woche vor Weihnachten persönlich an die Realschule Kitzingen kommen wird, um die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe ausführlich über HIV aufzuklären und mit ihnen über Vorurteile und Stigmatisierung zu diskutieren. Diese zuletzt genannten Probleme sind es nämlich, die es auch hierzulande Menschen mit HIV unnötig schwer machen, mit ihrer Infektion zu leben. Denn obwohl die medizinische Versorgung in Deutschland sehr gut und damit die Lebenserwartung äußerst hoch ist, leiden viele Betroffene unter Vorurteilen und unbegründeten Ängsten ihrer Mitmenschen. Diese zu thematisieren und hoffentlich abzubauen wird daher Aufgabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Aids-Beratung-Unterfranken sein.

Sie werden wie bereits erwähnt im Dezember nicht nur die 10. Klassen, sondern voraussichtlich im Januar auch die vier 8. Jahrgangsklassen unserer Realschule besuchen. Aber auch in den übrigen Klassen werden in den nächsten Tagen und Wochen, angestoßen durch diese beeindruckende Aktion der SMV, die Themen Vorurteile, Stigmatisierung und Ausgrenzung, nicht nur auf HIV bezogen, mit Sicherheit Einzug in den Unterricht finden und damit hoffentlich zu einem respektvolleren, positiven Miteinander beitragen.

Eine Hochformatversion unseres Fotos kann man sich hier als Hintergrundbild für's Smartphone herunterladen.

           

Text: H. Passurka, Fotos: G. Ulherr